Weisse Schäferhunde vom Dinkelgarten

Liebevolle Hundezucht von Weißen Schweizer Schäferhunden (Berger Blanc Suisse)

Rasse-Porträt

Der weiße Schweizer Schäferhund hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Die FCI hat den Weißen Schweizer Schäferhund im Jahr 2011 endgültig als eigenständige Rasse anerkannt. Das teilte die Schweizerische Kynologische Gesellschaft mit. Auf der Generalversammlung in Paris gab die FCI nach Angaben der SKG Grünes Licht für den "Berger Blanc Suisse" und beendete damit die zehn Jahre währende Probezeit. Durch die endgültige Anerkennung wurde die Schweiz offiziell zum Ursprungsland der "Weißen". Viele Züchter dieser Rasse haben eine zehnjährige Probezeit ertragen müssen, bis diese wundervolle Rasse endlich als eigenständig anerkannt wurde. 

Als ich diese Rasse vor vielen Jahren kennenlernte, nannte sie sich noch AC-Amerikanisch-Canadischer weißer Schäferhund. Letztendlich aber war der weiße Schäferhund nur eine Farbvariante des Deutschen Schäferhundes. Viele dieser Züchter störten sich allerdings daran und vielen kleinen Welpen war damals kein schönes Schicksal beschieden. In Amerika, Kanada und in Übersee fanden sich aber viele Liebhaber und Züchter, die sich dieser wundervollen Farbvariante annahmen und sie nach und nach als eigenständige Rasse züchteten. Allerdings heißt er in diesen Ländern heute noch White German Shepherd, da diese Länder nicht der FCI angehören. 

Wer mehr zur Rasseentstehung und zum Weißen Schäferhund wissen möchte, dem empfehle ich das wundervolle Buch von Gaby und Peter von Döllen "Weiße Schweizer Schäferhunde" aus dem Cadmos Verlag, das für mich persönlich all die wunderschönen Seiten dieser Rasse zeigt und das wirklich sehr informativ ist. Für einen Neuzüchter wie mich ist es eine sehr große Hilfe und Bestätigung, genau die richtige Rasse gewählt zu haben. 

Nun möchte ich aber meinen weißen Schäferhund und damit die Charaktereigenschaften des Weißen Schweizer Schäferhundes genauer beschreiben, denn letztendlich haben wir uns genau deswegen für den Weißen entschieden. 

Als erstes fällt natürlich dieses wunderschöne Fell und die dunklen Augen auf, denn so ein Weißer Schweizer Schäferhund ist natürlich ein Hingucker, keine Frage. Das Fell des Weißen gibt es in zwei Fellvarianten, nämlich Stockhaar und Langstockhaar, wie es unsere Amy trägt. Dieses wundervolle Äußere wird nur noch getoppt durch das super sanfte und angenehme Wesen des Weißen, der damit als Familienhund fast prädestiniert ist. Weiße Schäferhunde sind intelligent, anpassungsfähig und lernen sehr schnell. Unsere Amy folgt uns auf Schritt und Tritt. Nicht umsonst sagt man den Weißen ja nach, dass diese Rasse wie ein weißer Schatten ist. Aber dabei sind sie nie aufdringlich.Unsere Amy ist einfach immer nur da. Im Haus ein absoluter Schatz, aber auf dem Hundeplatz zeigt sie, dass sie kein Sofahund ist, sondern auch eine Beschäftigung braucht, die sie auslastet. Schon in der Welpenstunde bestand sie alle Übungen mit Bravour und konnte sehr zeitig in die Junghundegruppe wechseln. Sie lernen wirklich schnell, aber nur wenn der Besitzer das richtige Händchen dazu hat. Schroffe Befehle und Druck sind hier fehl am Platze. Der Weiße Schäferhund ist mehr im Hundesport, im Begleithundewesen oder als Therapie- oder Besuchshund zu Hause. Die Weißen sind verträgliche Hunde, die sich mit allen möglichen anderen Tieren gut vertragen. Unsere Amy liebt unsere Katzen z. B. abgöttisch und auch auf unserem Hundeplatz kann man sie problemlos mit jedem anderen Hund zusammen lassen.  

Auch die den Weißen Schäferhunden nachgesagte "Ängstlichkeit" oder "Scheu" fehlt bei Amy völlig. Wenn bei uns Besucher kommen, kennt die Freude einfach keine Grenzen! Tessa und Nova sind da schon zurückhaltender, wenn Fremde kommen. Sie brauchen beide etwas Eingewöhnungszeit. 

Eines sollte hier noch kurz erwähnt werden. Die Weißen Schäferhunde sind richtige Wasserratten. Kein Teich, kein Bächlein bleibt verschont. Auch wenn aus dem weißen Schäferhund dann kurzfristig ein schwarzer Schäferhund geworden ist. Aber keine Sorge, dass man den Weißen jetzt ständig baden müsste. Wenn das Fell getrocknet ist, reicht ein kurzes gründliches Ausbürsten und der Weiße erstrahlt in neuem Glanz. Nur der Fellwechsel ist etwas schwieriger, aber das ist auch bei fast jeder anderen Rasse so!